Ja, ich weiß, lange nichts geschrieben. Geht mir ein wenig brodelig im Moment, war viel bei meiner Familie und bin innerhalb unseres Hauses auf eine Etage mit meinem Bruder gezogen. Vorher hab ich mein Zimmer bei meinem Vater in der Wohnung gehabt. Nun ist es besser: Eigene Eingangstür, eigene Küche und Bad, und mehr Freiheiten innerhalb des Familienclans.. so wurde es mir zumindest angepriesen. Naja, egal. Ist schon gut so.
Sonst les ich die Lektüre für meine Examensarbeit. Das ist deprimierend und schwierig, Exilromane an sich sind deprimierend und schwierig, melancholisch, aufrüttelnd und können einen zu Tränen rühren. Besonders wenn es sich um die Liebesgeschichte aus Remarques „Arc de Triomphe“ handelt. Vieles davon hat mit mir zu tun, vor allem wenn es um diese Sache Einsamkeit / Zweisamkeit bzw. Nähe – Distanz geht. Ich glaub, ich werd die nächsten Tage mal ein paar schöne und traurige Zitate posten – nur damit ihr schonmal gewarnt seid..
Ansonsten gehts nächste Woche wohl nochmal für nen Kurztrip nach Bückeburg, ein neues Knastzeitungstreffen steht an. Weiter gibts nichts Neues. Ich hab mir nen Masterplan überlegt, der sich mit meinen letzten Monaten hier in Göttingen beschäftigt. Der blöde Plan sorgt in meinem Inneren allerdings mehr für Unruhe und Aufregung, anstatt mich zu beruhigen und mir das Gefühl zu geben, ich folge „meinem roten Faden“. Alles ein bisschen viel.
Kommendes Wochenende ist wieder Kellnern angesagt. Immerhin kann ich endlich mal wieder ein Wochenende in Göttingen verbringen, ein bisschen strukturierter Alltag tut auch mir ganz gut.