Seit Montag also wieder in Göttingen. War ne schöne Zeit zu Hause, vielleicht einmal die Kurzversion der letzten Tage:
- Habe am vergangenen Sonntag also wirklich meine Mutter zum Frühstück besucht und es war n wirklich schöner Vormittag, hat unerwartet gut getan.
- Am Nachmittag stand ein Oktoberfest in der JVA an, zu dem ich als Ehrenamtliche auch eingeladen worden war. War interessant alte Gesichter wiederzusehen und Neue kennenzulernen. Das Redaktionsteam der Gefängniszeitung befindet sich ja im stetigen Wandel und so war ich mal wieder in Sachen Redaktionsnachwuchs unterwegs. Denke das ist mir ganz gut gelungen, darüber hinaus konnte ich außerdem wertvolle Kontakte zu anderen Ehrenamtlichen bzw. Vertretern sozialer Institutionen knüpfen, die sich in Zukunft vielleicht noch als wirklich hilfreich erweisen könnten. Die „Gefährdetenhilfe“ wäre da zum Beispiel ein Bereich, der mich echt interessieren würde. Na schaun wa mal..
- Stichwort: „Geld“ oder „Warum ist das Leben so unverschämt teuer??“. Wie ihr ja wisst, habe ich mich in mehreren Bundensländern fürs Ref. beworben. Und Bewerbungen kosten Geld. Das an sich ist ja noch nichts Unnatürliches, allerdings muss ich sagen, dass ichs echt unverschämt finde, wenn manche Bundesländer schon im Vorfeld des Einstellungsverfahrens Führungszeugnisse (je 13,00 €) und Amtsärztliche Gutachten (86,35 €) fordern, die die allgemein schon schmale Privatkasse eines frisch Exmatrikulierten belangen. Das Kuriose an der Sache ist, dass jedes Bundesland seine eigene Regelung bezüglich der Referendariatsbewerbungen hat. Im Prinzip ist es so, dass ein Referendar in dem Bundesland, in dem er gemeldet ist UND sein Ref. beginnt, für das Amtsärtzliche Zeugnis keinen Cent zahlen muss – darüber hinaus darf das Zeugnis bei Arbeitsbeginn nicht älter als drei Monate sein. Warum gibt es also Bundesländer, die ihren Bewerbern diese unnötigen Kosten aufbürden, obwohl sie doch genau wissen, dass das Zeugnis bei Arbeitsantritt aufgrund der Verzögerungen im Auswahlverfahren gar nicht mehr gültig sein kann? Mag sein, dass das mit dem Bewerberüberschuss zusammenhängt, aber genauso unverschämt ist es, dass zwei von neun Bundenländern, in denen ich mich beworben habe, unabhängig voneinander mein polizeiliches Führungszeugnis bereits im Bewerbungsverfahren haben wollen – das natürlich vom Bundeszentralregister aus direkt an die Behörde geschickt wird. Keine Chance etwas zu kopieren und beglaubigen zu lassen oder gar einen Rabatt auf die zwei Exemplare zu bekommen. Und was das Amtsärztliche Gutachten angeht konnte man mir bei verschiedenen Gesundheitsämtern nur sagen, dass es für mich als Niedersächsin in Niedersachen kostenlos sei, wenn ich denn in Niedersachsen eine Stelle bekäme (Niedersachsen ist allerdings so nett das Gutachten erst bei Arbeitsantritt einzufordern). Darüber hinaus könne man mir nicht sagen ob und wie ich mehrere Ausführungen (ich brauche zwei!) des Gutachtens für meine Bewerbungen in den anderen Bundesländer bekomme.. man könne mir allerdings sagen, dass ein Gutachten 86,35 € koste.. Mir fällt dazu wirklich nichts weiter ein, ich bin echt mal sprachlos und frage mich in was für einer Welt ich eigentlich lebe.
Noch ein schneller Themenwechsel zum Schluss, sonst kann ich gleich vor lauter Wut auf diese ganzen Ämter echt nicht schlafen. Hab am We doch „Die Fremde in dir“ gesehen und wollt noch eben loswerden, dass der Film wirklich, wirklich klasse war. Hatte für meine Begriffe die volle Bandbreite an Emotionen, Drama, Action und Leidenschaft. Nur so als Tipp fürs kommende We
