Monatsarchiv: März 2007

Der Tag danach

Balkon-Caipi

Viel getrunken, viel gefeiert, viel ausgesprochen, viel verkraften müssen, ein bisschen geheult, ein bisschen was eingesehen und trotzdem viel Spaß gehabt. Heute am Tag danach das große Elend. Kopfschmerzen. Übelkeit. Gedanken. Erinnerungen.

P.S.: Danke an die Mädels, dass ihr da wart und dass ihr letztlich so seid, wie ihr seid.. Ihr bedeutet mir eine Menge und ich bin froh, dass wir wieder „auf Kurs“ sind.. 🙂

Die Sache mit dem Bett

Bett

„Manchmal weiß man schon aufgrund der Art, wie Menschen aufstehen, dass sie nichts für einen sind!“

Ein kluger Gedanke – gedacht von MIR 🙂 In der letzten Zeit habe ich öfter über das Aufstehen der Menschen in meinem Umfeld nachgedacht und bin auf den Gedanken gekommen, dass das so einige Tücken an sich haben kann.

Eine meiner Mitbewohnerinnen zum Beispiel treibt mich jeden Morgen in den Wahnsinn. Sie latscht und trampelt durch die Gegend, als hätte sie Betonklötze an den Füßen, haut auf Lichtschalter und Wasserkocherknöpfe, als gäbe es kein Morgen und scheppert mit der Kühlschranktür so sehr, dass man es nicht von den Geräuschen unterscheiden kann, die sie mit normalem Porzellan anstellt. Wobei ich mich hin und wieder wundere, dass ihr Geschirr nicht sowieso aus Plastik ist.. 😉

Eine andere Freundin hat so diese Art an sich, nie aus dem Bett zu kommen, aber anderen Vorwürfe zu machen, wenn sie dennoch aufstehen, und zwangsläufig früher „ausgehfertig“ sind als sie selbst. Oder eben das Gegenteil. Diese Menschen, die in aller Frühe aufwachen und topfit sind. Meine andere Mitbewohnerin zum Beispiel. Joggen morgens um 06:00 Uhr ist kein Ding für sie. Schön. Wenigstens klappert sie dann nicht durch die Wohnung!!

Dann kenn ich noch so einige männliche Gestalten, deren erste Aktion am frühen Morgen das Betätigen des Fernsehschalters ist. Natürlich nur der Nachrichten halber. Klar.

Letztendlich sollte ich vielleicht der fairnesshalber auch ein paar Worte über mich verlieren. Ich bin meist (extrem) lange wach, schlafe gerne (ziemlich) lange, komme schwer aus dem Bett, klappere erst ab Mittag durch die WG und Sport mach ich wenn erst abends. Übrigens – ab August suche ich zwei neue Mitbewohnerinnen! 🙂

Neulich in der Bahn..

Durstlöscher

Mmh, wie fange ich meinen ersten richtigen Artikel im neuen Blog nur an?! Im letzten war ich es gewohnt über Liebe und den meist damit verbundenen Kummer zu schreiben und mich in allen Stufen des Selbstmitleides zu ergehen, zu denen ich fähig bin. Eben das soll ja nun anders werden. Darüberhinaus habe ich mir neulich von jemandem sagen lassen, dass im alten Blog zu viele „Personenstränge“ vorgeherrscht haben und es dadurch ab und an zu verwirrend bzw. zu schwer zu verfolgen war. Auch die ganzen Intitialien oder Abkürzungen für die Personen meines Umfeldes hätten zum Schluss eigentlich einer eigenen Legende bedurft.. Nunja, ich hatte mal einen Theaterlehrer, der immer sagte: „Quatsch nicht rum, auf die Bühne mit dir und spiel!“ – und er hatte nie Unrecht damit! 😉

Fangen wir also an:

Letztes Wochenende habe ich in Hannover verbracht. Die letzten Wochen waren hart für mich, ich war die meiste Zeit über recht depri drauf und habe mich nicht sonderlich wohl gefühlt. Das Wetter, eine unglückliche Liebe, meine weggezogenen Freunde und Studienkollegen, das alles hatte mir irgendwie einen Schlag versetzt. Eigentlich bin ich ein Mensch, der stets von großer Fröhlichkeit und Aktivität erfüllt ist und das hatte ich schon lange nicht mehr gespürt. Letztes Wochenende kam dieses Gefühl plötzlich zurück. Ich war mit ehemaligen Schulfreunden in einer Disco, habe gefeiert, getrunken und – getanzt. Ich habe mir all den ganzen emotionalen Schmutz der letzten Wochen aus jeder Pore meines Körpers, aus meinem Herzen, aus meinem Kopf getanzt und als alle anderen gehen wollten, hatte ich noch Energie für drei weitere Nächte.

Am nächsten Tag bin ich dann mit der Bahn zurück nach Göttingen gefahren und im Zuge meines Nachdurstes ist mir dieses Foto untergekommen. „Durstlöscher“. Den „Durst“ nach „Leben“ habe ich in den letzten Wochen kaum verspürt, erst wieder in der vergangenen Nacht und da war er so stark und übermächtig, dass es wohl nichts gegeben hätte, was ihn hätte löschen oder bändigen können. Ich möchte das auch gar nicht. Und ich hoffe, dass dieser Lebensdurst zurück ist, dass er anhält und mir wieder so viel Freude bereitet, wie früher.

“Der Trend zum Zweitblog”

Heute habe ich zum ersten Mal in meinem alten Blog den geplanten Abschied und die vorgenommenen Umstrukturierungen verkündet. Bisher keine Reaktion, aber es ist auch noch keine fünf Minuten her 😉 Mit ein bisschen Wehmut blicke ich auf die letzten anderthalb Jahre zurück und frage mich, ob dieses neue Projekt hier Sinn macht. Ob es möglich ist, dass ich meinen Schreib- und Blogstil ändern kann oder ob ich auf ewig dazu verdammt bin, exhibitionistisch-melancholische Einträge zu verfassen und meine Leser runterzuziehen. Wie dem auch sei.. ganz weg bin ich ja von der alten Seite noch nicht, denn irgendwie ist sie doch zu meinem „Baby“ geworden, das ich nicht einfach so von einem Tag auf den anderen aufgeben kann.

Eins wäre vielleicht noch gut gegenüber den „neuen“ Lesern zu erwähnen – ich werde den Link des alten Blogs hier nicht veröffentlichen, denn es hat schon seine Gründe, warum ich diesen Schritt gehe und in Zukunft einen weniger intimen Blick in meine Seele gewähren möchte. Bitte habt dafür Verständnis.

Und ansonsten kann’s ja eigentlich losgehen, oder?!

Test

Test. Test.

Hier bin ich also..  zögerlich und ein wenig schüchtern wird sich umgeschaut und ausprobiert. So ein eventueller Blog-„Umzug“ will schließlich ausreichend überlegt, ausführlich geplant und gut vorbereitet sein..