Monatsarchiv: September 2007

Hello again. Nun habe ich ja schon lnger nichts mehr geschrieben, also wirds Zeit fr nen kleinen Zwischenbericht, was ich so mach und wohin es mich verschlagen hat. Seit letztem Freitag bin ich mal wieder in der Heimat und vertreibe mir die Zeit mit Weggehen, Chillen, Labern und Langweilen. Bisher ist bis auf das eine oder andere berraschende Gesprch nichts Spannendes passiert, das Beste in den letzten Tagen war wohl, dass Anne jetzt endlich Internet und Telefon hat und unsere alte Stalkerfreundschaft weitergehen kann. Manoman, das hab ich ziemlich vermisst. Ungestrtes Telefonieren *seuftz* Jaja, ich bin ein Kommunikationsjunkie, ich wei..

Apropos – Kommunikation. Gestern Abend aufm „Netzwerk-Treffen“ von ehrenamtlichen JVA-Mitarbeitern gewesen und echt mal wieder so nen richtigen Kommunikationsflash bekommen. Von den zwanzig Anwesenden waren bestimmt sechs Leute Lehrer / VHS-Lehrende und der Rest entweder Kirchenvertreter, Privatpersonen oder Leute aus wirklich interessanten Verbnden (z.B. „Gefhrdetenhilfe“, „Anonyme Alkoholiker“, „Jugendhilfe“, etc.). Bei dem Treffen wurde ein schwedisches Konzept zur Gefangenenentlassung vorgestellt, in dem so genannte „Vision-Rooms“ geschaffen wurden, die (zugegeben abstrakt) als „Fenster zur Gesellschaft“ gesehen und genutzt werden. Was es damit genau auf sich hat und wie eine deutsche Version eines „Vision-Rooms“ aussehen knnte, wird die Zeit zeigen, schlielich ist das das erste Projekt dieser Art in Deutschland. Darber hinaus bin ich im „Kompetenzteam“ zur Entwicklung dieses Raumes und werde sicher noch an anderer Stelle mehr davon berichten. Weiter gabs Gesprche um und ber das „Schreibwerkstatt“-Projekt mit dem Resultat, dass es durchaus Leute aus dem Bereich der Schule und Erwachsenenbildung gibt, die sich vorstellen knnten am Projekt teilzunehmen oder es zu begleiten. Und jetzt das Beste: So wie es aussieht knnte ich eventuell bald wieder in der Jugendarbeit ttig werden und dort meine Projekte weiter umsetzten. Das wre natrlich echt der Traum, den ich hab. Erwachsenenhilfe ist schon okay, aber im Grunde habe ich mich ja schon immer mehr im Bereich der Jugendarbeit gesehen. Man, wenn das was werden wrde – wohooo 🙂

Bei all den neben“beruflichen“ Fisimatenten darf mein Examen natrlich nicht auf der Strecke bleiben – tuts auch nicht. Dies hier ist meine letzte Woche, die ich noch chillen kann, ab nchster Woche gehts leider wieder los. Aber je schneller das Examen umgeht, desto eher kann ich mich den Dingen oder Menschen widmen, die mich nun wirklich interessieren.

Heute gehts ansonsten nachher mal schwimmen, vorher les ich noch ne Hausarbei Korrektur und dann schauen wir mal.. Euch einen schnen Tag!

„..ne olle Flunder, ne olle Flunder..“

Man, bin ich platt. Flunderplatt. Hab den ganzen Tag irgendwie nur schei gemacht und bin davon so erschpft, dass ich jetzt einfach nicht mehr ins Savoy kann und eine kleine Jammerrunde einlegen muss. Unser neues WG-Kken musste heute morgen von mir begrt und in den harten Studentenalltag eingefhrt werden, was mit einem – zugegeben seltenen – WG-Frhstck begann, sich ber das Preisgeben von Fahrradschleichwegen, ber das Mensen und Auskundschaften der Salatschlange, das Auschecken des Campus – sprich der Kaffeeschlange – der Chipkartenstelle, der Sub und der Internethotline erstreckte und schlielich in einem ausgiebigen Stadtbummel endete. Die genauen Einkufe und Geschfte lasse ich an dieser Stelle mal aus, ebenso die Vielzahl von Leuten, denen mein Schtzling vorgestellt werden musste. Schon schlimm, wenn man das „Lehrer- und bermuttergen“ im Blut hat.. Nach dem Shoppen gings dann fr mich weiter, Badesachen packen und ab mit Ninja inne Eiswiese, ne Runde schwimmen, sich im Solebad rkeln und Gruppenduschen. Fein, fein. Dann zu Ninja inne Butze, Apfelpfannkuchen und bei nem Sektchen und „Grey’s Anatomy“ aufm Sofa versacken. Dann vor lauter Bequemlichkeit das Rad in den Bus packen, der uns beide nach Hause bugsiert hat. Jetzt lieg ich im Bett und warte nur noch auf deinen Anruf 😉 Wo bleibste?!

Zge

Gestern wieder mitm Zug nach Gttingen gekommen. Zug fahren ist so eine merkwrdige Sache. Manchmal liebe ich es geradezu: das Rattern und Ruckeln des Zuges, die deutlich sprbare Aufregung der Reisenden, der abgestandene Geruch im Abteil nach Gepck, Essen und Abenteuer – dieser typische Reisegeruch eben – und vor allem liebe ich die Gedanken der wildfremden Menschen um mich herum, die so deutlich in der Luft hngen, dass sie auf eine merkwrdige Weise fassbar werden.

Dann wieder gibt es diese Tage, an denen ich es hasse, Zug zu fahren. Dann, wenn das Wetter schlecht, der Zug proppenvoll und die Scheiben vom Atem beschlagen und schmierig sind – und die Menschen um mich herum mir von einem Augenblick auf den nchsten krperlich unangenehm werden. Diese Tage, an denen man nur fr sich sein mchte und jeder fremde Blick, der einen streift, zu viel ist und fast schon weh tut. Tage, an denen man sich verstecken mchte.
Letztlich gibts noch eine weitere Version des Reisens ber die ich gerne schreiben mchte. Das ist ein Mischmasch aus beiden zuvor genannten Varianten. Die Atmosphre und die Menschen im Abteil fallen nicht schwer, aber ich mir selbst. Dann plagen und beschftigen mich Gedanken und Erinnerungen, von denen mich weder das Gedudel aus meinem MP3-Player, diverse Zeitschriften oder Bcher und erst recht nicht mein Unizeugs abhalten kann.

Leider wei man nie, welche Stimmung einen gerade erwischt, wenn man in den Zug steigt und sich auf den Weg macht. Bei mir war gestern von allem etwas dabei. Ein bisschen Vorfreude auf meine neue Mitbewohnerin, ein bisschen Wehmut, mein heimatliches Elternhaus hinter mir zu lassen, ein bisschen mrrischer Unmut, weil ich an chronische Lernunlust leide, aber auch die Gewissheit, dass ich Freitag wieder in diesen Zug steigen werde und ein paar wunderschne Tage auf mich warten 😉

Abschlieend noch eine kleine MP3-Perle, die mich zur Repeat-Taste veranlasst hat. Ja, ich wei der Song ist depri, aber er geht mir nicht ausm Kopf, der Rhythmus setzt sich fest und irgendwie fhlt man sich doch eingemummelt in Erinnerungen und ein bisschen bittersen Schmerz, whrend man mit ziellosem Blick aus dem Zugfenster schaut und irgendwann einfach einschlft – bis es wieder heit: „Der nchste Halt ihres Zuges ist Gttingen.“

Examensklausuren ade!

Vor einer Stunde ist die letzte Klausur gelaufen, ich war kreativ, wie immer, und fix fertig. Nach 3,5h war die Klausur gelaufen und ich wrd vermuten, dass ich bestanden habe. Linguistik ist nicht grad mein Talentfach, aber gelst hab ich letztlich alle Aufgaben, ob das nun richtig war oder nicht, wird sich noch herausstellen.. Und nun hab ich auch ne Erklrung, warum ich immer so frh fertig war. Im Gegensatz zu manchen anderen Schreiberlingen konnte ich auf ein Konzept oder das Vorschreiben meiner Klausur verzichten und dadurch Zeit sparen, halt einfach nur ne andere Arbeitsmethode, die vermutlich gar nichts ber meine Leistungen aussagt.

Vorhin hab ich noch mit einer Kommilitonin ber die Geschichtsklausur geredet, die ich fr ganz schn geschichtsclever halte. Sie hat die Klausur hnlich wie ich gelst und hatte von dem ganzen Ablauf denselben Eindruck wie ich. Das macht doch Mut!

Meine erste mndliche Prfung in Psychologie findet am Fr, 26. Oktober, um 10:30 Uhr statt. Aber jetzt erstmal Themawechsel und Chillen!!

Der Countdown luft..

In 24h habe ich die erste Stunde meiner letzten Klausur in Sprachwissenschaft / Linguistik geschafft. Das ist echt meine Horrorklausur, in Sprawi bin ich leider ne Niete, bzw. mein Wissen beruht eher auf Intuition.. aber die ist ja bekanntlich auch nicht immer richtig. Ich hab keinen Plan, ob ich ausreichend gelernt habe und mache mich jetzt schon irre. Puh. Durchatmen. Jetzt gehts noch ein letztes Mal an den Schreibtisch und nachher evtl. nochmal inne Sub, falls ich mich zu Hause nicht konzentrieren kann. Fr morgen brauch ich jedenfalls alle Daumen, die zur Verfgung stehen 😉