Monatsarchiv: November 2007

Und wieder ne 2.0

Und wieder ne Prfung hinter mich gebracht. Jetzt sind es noch zwei an der Zahl, als nchstes steht Geschichte in zwei Wochen an und dann noch Politik kurz vor Weihnachten. Gestern hab ich brigens mal ein Alibifoto gemacht, damit ihr mir auch alle glaubt, dass ich wirklich, wirklich im Examensstress bin.. 😀

Lernalibi

P.S.: Und nachher gehts ab zum Weihnachtsmarkt und Moonlight-Shopping..

Freiheit, ich komme!! 😉

difficult

Manchmal bin ich echt ne doofe Nuss. Wochenlang renn ich durch die Gegend und mach mir Gedanken um die Reaktionen von Menschen, die letztlich nicht die Probleme mit mir haben, die ich vermutet habe und in die ich einfach viel zu viel reininterpretiert habe. So sehr kann man sich doch gar nicht irren – dann werd ich unsicher und halte mich fr hysterisch. Was lerne ich daraus? Mehr Reden, weniger Interpretieren, kein Unterstellen und Vermuten. Kommunikation ist ja sooo schwer!!

Ansonsten geht das Lernen nicht so recht voran, ich mach weniger als letzte Woche, bin ablenkbarer, hab Kopfschmerzen und frchte mich so ein bisschen vor mich hin. Freitag ist die Prfung und ich fange an, die perfekten Lernvermeidungsstrategien an den Tag zu legen – Putzen, Abwaschen, Wsche waschen, Besorgungen ttigen, Shoppen, mit zig Leuten so viele Kaffees trinken, bis mir ganz schlecht wird und die freie Zeit nach dem Examen zu verplanen.. Jetzt heit es Zusammenreien und nochmal durchstarten, sonst knnte das am Freitag unbefriedigend werden.

Abschlieend noch ein kleiner Auszug aus meinen Ablenkungsaktionen. Wenn ich mal so ein Liebesversprechen kriegen sollte, dann bin ich fr immer und ewig weg vom Markt 😉

So beschissen fhlt sich Liebe an. Ein Hoch auf „Grey’s Anatomy“, die Serie, die es immer wieder schafft, meine Gefhle und Erlebnisse in Bildern wiederzugeben.

Okay, also mit meiner lerntechnischen Situation hab ich mich in der letzten kaum geschlafenen Nacht irgendwie arrangiert. Man knnte von einem „Waffenstillstand mit meinem Schicksal“ sprechen. Wie, ist mir unbegreiflich, aber das ist auch nicht wichtig, hauptsache ich kann trotz Frust wieder lesen und lernen. Das tue ich nun schon den ganzen Tag in der Sub (seit heute Morgen 10:00 Uhr *wohoo*) und knnte immerzu den Kopf auf den Holztisch hauen. Die Texte sind weitaus schlimmer, als ich befrchtet hatte, aber meine Leidensgenossin Judith baut mich immer wieder auf, wenn ich grad alles in die Ecke schmeien will. Ja, Kleinkindverhalten, stimmt schon, nur bisher hab ich die Hlfte der Texte durchexerpiert und frage mich immer noch, was der Inhalt mit meinen Prfungsthemen zu tun hat. Hoffentlich mach ich mich morgen frh, 11:30 Uhr, inner Sprechstunde nicht gnzlich zum Affen..

Ach ja, und an die Heimratleute, die das hier lesen – ich wei jetzt schon, dass ich heut Abend nicht erscheinen werde, bin einfach zu platt, frustriert und genervt. Ach ja, und vor allem mde. Sorry!

Zum Heulen

Niemand hat gesagt, dass das Examen leicht wrde und niemand hat gesagt, dass man nicht viel lesen und lernen msste, aber alle die, die ich kenne, haben es bisher mehr oder minder berlebt. Aber was mir heute passiert ist, bertrifft echt alle Grenzen des Geschmacklosen. Am 30.11. – also Freitag in einer Woche – habe ich meine Deutsch-Fachdidaktik-Prfung. Das heit zwei Fcher werden anhand von sechs selbst gewhlten Teilthemen innerhalb einer Stunde abgeprft. In Deutscher Literaturwissenschaft lauten meine Themen „Holocaustlyrik“, „Briefromane der Empfindsamkeit“ und „Novellen“. Die Prfung beinhaltet die Lektre von sechs Novellen und zwei Briefromanen (u.a. auch Goethes „Werther“) und natrlich auch mehreren Gedichten inklusive Interpretationen und Forschungskenntnissen. Von Gattungs-, Autoren- und Epochenwissen mal ganz abgesehen. Diese drei Themen allein reichen schon aus, mich locker drei Wochen am Stck zu beschftigen – aber wir machen ja Examen, also muss der Prfling ganz besonders geqult und berfordert werden.

In Fachdidaktik Deutsch lauten meine Themen „Kreatives Schreiben“, „Szenische Interpretation“ und „Exkursionsdidaktik“. Die Sprechstunden mit meinen Prfern besuche ich natrlich nur top vorbereitet – mit Literaturliste und berblickswissen, so dass ich schonmal nen guten Eindruck mache. Jetzt kommen wir endlich zu meinem Heulgrund 🙂

Heute hab ich so ne Sprechstunde besucht, um mir ein Buch meiner Prferin auszuleihen, das UNBEDINGT einen Basisteil meiner Prfung bilden soll. Tja, das Resultat des heutigen Tages sind 150 Seiten feinster wissenschaftlicher Literatur aus drei Bchern – und zwar die Art Literatur, die auch den fleiigsten Studenten nach drei Seiten vor lauter Langeweile, Unverstndnis und Mdigkeit einschlafen lsst. Das Ganze wnscht sich meine Prof. zu Donnerstag Morgen, um es dann schn mit mir zu diskutieren. Ich knnte kotzen, heulen, um mich hauen, bocken und alles gleichzeitig. Dieses dmliche Examen jagt mir echt Angst und Panik ein und ich habe selbst bei Tag- und Nachtschichten keine Ahnung, wie ich das alles schaffen soll. Und dabei hab ich diesmal sogar rechtzeitig mitm Lernen angefangen..